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Über Wirtschaftsermittlerin Silvia Tito

Der Personalskandal bei der Otto & Hermes-Gruppe: Führungskräfte ruinieren Hermes-und Otto-Vertragspartner/Innen. https://hermessubunternehmer.wordpress.com http://ottoskandal.wordpress.com

Es ärgert mich seit 2002 maßlos, wie Michael Otto’s Manager das Lebenswerk von Versandhausgründer Prof. Werner Otto beschädigen und dass sein Sohn Michael Otto das Missmanagement seiner Otto- und Hermes-Vorstände nicht sehen will !

In internen Briefen an anonym zu haltende Empfänger werde ich näher auf meinen Ärger, dass Otto’s Vorstände und kriminelle Führungskräfte der Otto- und Hermes Logistik Gruppe und anderer Tochterunternehmen, das Lebenswerk des in 2011 verstorbenen Versandhausgründers Prof. Werner Otto seit den 90-er Jahren u.a. durch Missmanagement beschädigen, eingehen.

Auf meinem BLOG werde ich keine weiteren Informationen zu dem o.g. Thema abgeben.

Was Versandhausgründer Prof. Werner Otto angeht, gebe ich hier auf meinem Blog nur soviel bekannt:

U.a. hat mir eine ehemalige Mitarbeiterin, die für Prof. Werner Otto in seiner Aufbauphase des Otto-Konzerns mit großer Freude tätig war, wörtlich in einem Vier-Augen-Gespräch mitgeteilt:

„Frau Tito, wir „alten“ Angestellten, die den Aufbau von Werner Otto’s Unternehmen sehr unterstützt haben, haben Werner Otto nach der Übernahme durch seinen Sohn Michael Otto noch viele, viele Jahre vermisst. Werner Otto war ein Familienmensch. Er hat uns alle immer gut behandelt.

Meine Anmerkung:

Versandhausgründer Prof. Werner Otto war nach meinen langjährigen und objektiven Recherchen nicht nur ein sehr anständiger Unternehmer, sondern auch ein Mann mit menschlichen Qualitäten, der mich schon in den 80-er Jahren sehr beeindruckte, bevor ich 1998 ! auf das Thema Wirtschaftskriminalität aufmerksam wurde!

Sein Lebensmotto: „Der Mensch ist wichtiger als Geld“ hat er gelebt und vorgelebt!

In der Zeit, als Prof. Werner Otto sein Unternehmen leitete, wurde nicht eine einzige Existenz vernichtet.

Für Werner Otto stand zum Beispiel seine Tür immer offen für die damaligen Otto-Agenturpartner, die nach seiner Unternehmensübergabe seit den 90er Jahren durch das Otto-Management skrupellos in den Ruin getrieben wurden, wie auch die Hermes-Vertragsspartner als sogenannte Generalunternehmer (Sat-Depot-Betreiber).

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/versandhaus-gruender-werner-otto-tod-eines-unermuedlichen-1.1244898

„Immer nach vorne sehen!“ Zeitlebens folgte Unternehmerlegende Werner Otto diesem Credo. Nun ist der Gründer des Otto-Versands gestorben. Er hinterlässt ein Familienimperium, das selbst in der dritten Generation Stabilität zeigt. Sein Erfolgsrezept: Er traute sich schon früh zu delegieren.

Silvia Liebrich

Vom Ruhestand hat Werner Otto nicht viel gehalten. Der Firmenpatriarch war eine Unruhegeist im positiven Sinne. Selbst im hohen Alter von 90 Jahren hat sich der Versandhausgründer nicht gescheut, neue Wege zu gehen. „Ich bin der Meinung, dass man immer nach vorne sehen muss und sich nicht gehen lassen darf“, sagte er in einem seiner letzten Interviews vor sechs Jahren. Kurz zuvor hatte er in Berlin ein neues Leben begonnen, im vornehmen Stadtteil Grunewald. Dort ist er nun, drei Tage vor Weihnachten, im Kreise seiner Familie gestorben, im Alter von 102 Jahren. Er hinterlässt einen Milliardenkonzern mit über 50 000 Beschäftigten weltweit, der fest in Familienhand ist.

Am Anfang dieser beispiellosen Nachkriegskarriere stehen eine Firmenpleite, 28 Paar Schuhe und ein selbst gebastelter Katalog. Als Otto 1949 in Hamburg den Otto-Versand gründet, ist dies eher eine aus der Not geborene Idee. Zuvor hat er sich als Schuhfabrikant versucht, erfolglos. Was bleibt, sind ein paar Kartons mit Schuhen, zwei Baracken und ein Handleiterwagen. Ein Anlagevermögen, aus dem sich in den Wirtschaftswunderjahren der größte Versandhändler der Welt entwickeln sollte.

Der Erfolg ist ihm nicht in die Wiege gelegt. Otto, der 1909 als Sohn eines Kaufmanns im brandenburgischen Seelow geboren wird, muss früh auf eigenen Beinen stehen, nach dem Zusammenbruch der Firma seiner Eltern. Er zieht nach Berlin, eröffnet ein kleines Zigarrengeschäft und genießt das Partyleben der frühen dreißiger Jahren. Als er sich gegen die Nationalsozialisten stellt und Flugblätter über die deutsch-tschechische Grenze schmuggelt, wird er verhaftet und sitzt zwei Jahre im Gefängnis Plötzensee. Danach zieht er mit seiner ersten Frau Eva nach Westpreußen, wird gegen Kriegsende noch eingezogen und schwer verwundet. Nach Kriegsende schlägt er sich mit Frau und zwei Kindern nach Hamburg durch, wo er im ersten Anlauf mit seiner Schuhfabrik scheitert. Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. „Natürlich darf man auch mal hinfallen im Leben. Aber niemals liegen bleiben“, sagt er dazu später.

Otto gehörte zu jenem Schlag von Unternehmern, die keine Angst davor haben, Fehler zu machen – solange man daraus die richtigen Konsequenzen zieht. Nach diesem Motto baut er in den fünfziger und sechziger Jahren einen florierenden Versandhandel auf, etabliert sich mit Innovationen neben mächtigen Konkurrenten wie Quelle und Baur. So ist Otto der erste der seine Ware gegen Rechnung und nicht wie damals üblich per Nachnahme verschickt. Qualität ist ihm wichtiger als Billigpreise. Eine Strategie, mit der sich das Hamburger Versandhaus zahlungskräftige Käuferschichten erschließt. 1955 erreicht der Umsatz bereits 28 Millionen D-Mark.

Doch damit ist für Otto längst nicht Schluss, er ist experimentierfreudig, macht der Post Konkurrenz und gründet den Hermes-Versand. Er investiert in Warenhäuser, die er mangels Erfolg wieder abstößt, genauso wie eine Waschanlagen-Kette und eine Strumpffabrik. Seinen wohl größten Fehler macht er, als er 50 Prozent des Kapitals der Otto-Versand GmbH an private Investoren verkauft. Erst 2007 gelingt es der Familie, diese Anteile zurückzukaufen. Otto gehört damit zu den wenigen Familienimperien, die selbst in der dritten Generation noch Stabilität zeigen. Werner Otto heiratet drei Mal und hinterlässt fünf Kinder. Seine dritte Frau Maren ist fast 50 Jahre an seiner Seite. Über Streitereien innerhalb der Familie ist kaum etwas bekannt.

Der Erfolg des Patriarchen beruht auch darauf, dass er delegieren kann. 1966 zieht er sich aus dem Tagesgeschäft des Versandhandels zurück. Mit Günter Nawrath rückt vorübergehend ein externer Geschäftsführer an die Spitze, bevor Ottos ältester Sohn Michael 1981 die Geschäfte übernimmt. Werner Otto baut unterdessen sein zweites Imperium auf, den Immobilienentwickler ECE. Sie entwickelt unter anderem Shopping Malls nach amerikanischem Vorbild. Auch am Beginn dieser Erfolgsgeschichte steht zunächst ein Misserfolg. Otto investiert in eine Farm in Chile. Die Landwirtschaft verliert er. Doch ihm bleibt eine Wohnsiedlung, die den Grundstein für ein riesiges Immobilienvermögen bildet, für das inzwischen sein jüngster Sohn Alexander verantwortlich ist. Laut Manager Magazin beläuft sich das gesamten Vermögen des Familienclans 2009 auf mehr als acht Milliarden Euro, in der Liste der reichsten Deutschen rangieren sie ganz oben. Sechs Jahrzehnte nach der Gründung erwirtschaftet die Otto-Unternehmensgruppe einen Umsatz von mehr als elf Milliarden Euro.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Otto auch als großzügiger Spender und Förderer von diversen sozialen und kulturellen Einrichtungen einen Namen gemacht und dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zusammen mit Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus errichtet das Versandhaus derzeit eine Textilfabrik in Bangladesch, an der die Arbeiter beteiligt werden sollen.

Das Buch über Versandhausgründer Prof. Werner Otto:

http://www.werner-otto.info/download/WernerOtto_DerJahrhundertMann.pdf

Unternehmer Heinz Hermann Thiele und sein gesunder Menschenverstand, wenn es um die Regierung geht

Die träge Mittelschicht, die seit Jahrzehnten den Steuerraub durch die letzten Regierungen ohne Widerstand hin nimmt, sollte dem soliden Unternehmer Heinz Hermann Thiele gut zuhören:

ab ca. Minute 34 / ab Minute 47 / ab Stunde 1

Unternehmer Heinz Hermann Thiele

„Schuldner“ , die Ärger durch die Geschäftspraxis des EOS Inkassodienstes haben, sollten mich dringend per E-Mail anschreiben und mir ihren Fall schildern

E-Mail bitte vertraulich an: s.tito@online.de

Bürgerbewegung Finanzwende: Der ehrbare Kaufmann zu Hamburg – und seine Inkassopraktiken:

https://hermessubunternehmer.wordpress.com/2020/02/16/buergerbewegung-finanzwende-der-ehrbare-kaufmann-zu-hamburg-und-seine-inkassopraktiken/

Quelle:

https://www.finanzwende.de/themen/inkasso/der-ehrbare-kaufmann-zu-hamburg-und-seine-inkassopraktiken/?L=0

13.01.2020

Ein prominentes Beispiel für einen Akteur im Bereich Inkasso ist die Firma EOS. Jetzt werden viele sagen: Wer bitte? Klingeln wird es bei vielen erst, wenn man erklärt, dass es sich um einen Teil der Otto Gruppe handelt.

Der Otto-Katalog lag jahrzehntelang in vielen deutschen Haushalten so selbstverständlich wie das Telefonbuch. Bei einem derart prominenten Unternehmen, das sich Werte wie soziale Verantwortung auf die Fahnen schreibt, müsste man denken, dass fragwürdige Geschäftsmodelle eigentlich nicht im Fokus stehen. Zumal die Familie Otto mit einem geschätzten Vermögen von 13,5 Milliarden Euro so etwas eigentlich nicht nötig hätte. Die Familie gehört zu den zehn reichsten Deutschen.[1]

Schaut man sich die Konzerngewinne an, lässt sich jedoch zunächst schnell feststellen: Otto ist seit Jahren eher eine Bank als ein Handelsunternehmen. Nur nimmt davon niemand groß Notiz, das ist wohl auch beabsichtigt. Denn während man im Handel nur bescheidene Margen (Gewinn im Verhältnis zum Umsatz) von nicht einmal einem Prozent erzielt, wird im Finanzdienstleistungsbereich mit rund 40 Prozent ordentlich abkassiert.[2]

Ohne den Finanzdienstleistungsbereich, bei dem das Aufkaufen und Eintreiben von Schulden beispielsweise durch Inkasso die zentrale Rolle spielen, könnte man sogar fragen: Ist dieser Konzern, bei dem in der Öffentlichkeit EOS oft unbemerkt bleibt, überhaupt langfristig überlebensfähig? Im Restkonzern bestehend aus dem Handel (otto.de, Manufactum, About You etc.) und Services (Paketdienst Hermes etc.) wäre jedenfalls im letzten Geschäftsjahr ein Verlust angefallen.[3]

EOS ist als Konzerntochter der Otto Gruppe – die sich heute neudeutsch Otto Group nennt – ein gutes Beispiel für Probleme im Inkassobereich. Es gehört zu den größten Unternehmen in diesem Geschäftsfeld. Immer wieder wird von Branchenseite sinngemäß gesagt, es gibt ein paar, kleine schwarze Schafe, aber ansonsten sei doch nichts zu beanstanden. Und tatsächlich gibt es Inkassodienstleister die deutlich schlimmer als EOS sind. Probleme machen aus Kundensicht allerdings auch die Top-Player der Branche.

Warum? Wenn es um unbezahlte Rechnungen geht, gibt es in Deutschland eigentlich ein gut funktionierendes Mahnwesen. Dem Schuldner dürfen für eine Mahnung normalerweise rund drei Euro in Rechnung gestellt werden – also nur die direkten Kosten (keine indirekten Kosten wie für Personal oder IT). Die Krux ist aber: Diese Regelung gilt nur, solange der Gläubiger aktiv ist. Schaltet der jedoch ein Inkassounternehmen ein, kann die Geschäftemacherei beginnen. Dann werden für wenig Aufwand auch mal schnell gut 70 Euro verlangt.

Unternehmen wie Otto nutzen diese Möglichkeit und haben innerhalb ihres Verbundes eine Inkassotochter aufgebaut. So können Händler wie otto.de oder About You ihr Schwesterunternehmen EOS allein zu dem Zweck einschalten, um für sie Forderungen einzuziehen. Statt weniger Euro für Mahnungen dürfen dann plötzlich über 70 Euro angesetzt werden, jedenfalls auf Konzernebene betrachtet. Dieses Verhalten gegenüber den eigenen Kunden ist umstritten. Es gibt Fachleute, die halten das sogenannte Konzerninkasso sogar rechtlich für bedenklich.

Zumindest stellt sich die Frage, ob die Tätigkeiten, die EOS an einigen Stellen erbringt, noch unter dem Stichwort „ehrbarer Kaufmann“ zu fassen sind? Dieser Titel wurde dem Otto-Gründer Werner Otto beispielsweise durch den heutigen Finanzminister Olaf Scholz zugeschrieben.[4] Und auch sein Sohn und der heutige Aufsichtsratschef, Michael Otto, ist Mitglied in der „Versammlung eines ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“.[5] Wir finden, das Agieren von EOS ist nicht gerade „ehrbar“. Denn mit sozialer Verantwortung haben die Inkassopraktiken an vielen Stellen nichts mehr zu tun.

Im Bereich der Otto-Tochter EOS (die sich in viele Einzelunternehmen unterteilt) wird überdies mit dem Weiterreichen von fremden Forderungen Geschäft gemacht: Eine EOS-Gesellschaft kauft Forderungen von anderen Unternehmen auf. Das nennt man Factoring. Auf diesem Weg geht die Schuld vom Händler auf EOS über und EOS wird neuer Gläubiger. Aber auch EOS dürfte als Gläubiger nun nur die Mahnkosten ansetzen. Die Mahnkosten spielen aber kaum Geld ein. Aus diesem Grund beauftragt man dann, obwohl die Gesellschaft sogar selbst für Inkassodienstleistungen zugelassen und damit vom Fach ist, noch ein drittes Tochterunternehmen (oft EOS DID), um die viel höheren Inkassokosten geltend zu machen.

Es geht hier also nicht um Expertise und Erfahrung mit einer bestimmten Tätigkeit, sondern ganz allein um die Maximierung des Gewinns. Sozial gerecht und nachhaltig ist das nicht.

EOS verlangt auch immer wieder andere sehr hohe Kostensätze, die aus unserer Sicht in keiner Weise gerechtfertigt sind. Setzen sich einzelne Schuldner dagegen zur Wehr, macht das Unternehmen auch teils Rückzieher. Möglicherweise ist sich EOS mit der Milliardärsfamilie Otto im Hintergrund des rechtlichen Risikos bewusst, nicht im Einklang mit dem Gesetz agiert zu haben. Doch leider merkt nicht jede Verbraucherin, dass sie zu viel zahlt.[6] Juristisch fragwürdig sind auch sehr hohe Einigungsgebühren beispielsweise bei Ratenzahlungsvereinbarungen.

Mitunter macht EOS auch schlichtweg Druck wie im Fall einer Schuldnerin aus Norddeutschland. Diese hatte eine Forderung zunächst wegen Rückversands bestritten. Zudem handelte es sich um einen Fall von Konzerninkasso, bei dem hohe Mahnkosten angesetzt wurden. Doch trotzdem hörte EOS nicht auf, das Geld massiv einzufordern.[7] In diesem Fall hielt die Schuldnerin stand, aber oftmals wird in solchen Fällen gezahlt.

Die Frage ist also mehr als angebracht, ob solche Geschäftspraktiken noch dem Prädikat ehrbarer Kaufmann zustehen? Wir finden: nein.

Finanzwende fordert von Otto deshalb

umgehend die Praktik des Konzerninkassos einzustellen,
die Geschäftszahlen und Inkassokosten von EOS transparenter darzustellen, damit sich das Unternehmen von dem Vorwurf befreien kann, dass es seinen Konzerngewinn auf anstößigen Praktiken aufbaut,
bei EOS die Kostensätze zu reduzieren und mit den Schuldnerinnen und Schuldnern durchgehend fair umzugehen.

[1] http://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/top-10-der-reichsten-deutschen-fuehrungswechsel-beim-neuen-ranking-65052748.bild.html

[2] http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/geschaeftsbericht-trotz-steigender-schulden-schuettet-otto-rekordsummen-aus/24378846.html

[3] http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/geschaeftsbericht-trotz-steigender-schulden-schuettet-otto-rekordsummen-aus/24378846.html

[4] http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article131924936/Hmaburg-Kompakt.html

[5] http://www.mopo.de/hamburg/interview-mit-unternehmer-gunter-mengers-gibt-es-noch-ehrbare-kaufleute–26980734

Bürgerbewegung Finanzwende: Der ehrbare Kaufmann zu Hamburg – und seine Inkassopraktiken

Quelle:

https://www.finanzwende.de/themen/inkasso/der-ehrbare-kaufmann-zu-hamburg-und-seine-inkassopraktiken/?L=0

13.01.2020

Ein prominentes Beispiel für einen Akteur im Bereich Inkasso ist die Firma EOS. Jetzt werden viele sagen: Wer bitte? Klingeln wird es bei vielen erst, wenn man erklärt, dass es sich um einen Teil der Otto Gruppe handelt.

Der Otto-Katalog lag jahrzehntelang in vielen deutschen Haushalten so selbstverständlich wie das Telefonbuch. Bei einem derart prominenten Unternehmen, das sich Werte wie soziale Verantwortung auf die Fahnen schreibt, müsste man denken, dass fragwürdige Geschäftsmodelle eigentlich nicht im Fokus stehen. Zumal die Familie Otto mit einem geschätzten Vermögen von 13,5 Milliarden Euro so etwas eigentlich nicht nötig hätte. Die Familie gehört zu den zehn reichsten Deutschen.[1]

Schaut man sich die Konzerngewinne an, lässt sich jedoch zunächst schnell feststellen: Otto ist seit Jahren eher eine Bank als ein Handelsunternehmen. Nur nimmt davon niemand groß Notiz, das ist wohl auch beabsichtigt. Denn während man im Handel nur bescheidene Margen (Gewinn im Verhältnis zum Umsatz) von nicht einmal einem Prozent erzielt, wird im Finanzdienstleistungsbereich mit rund 40 Prozent ordentlich abkassiert.[2]

Ohne den Finanzdienstleistungsbereich, bei dem das Aufkaufen und Eintreiben von Schulden beispielsweise durch Inkasso die zentrale Rolle spielen, könnte man sogar fragen: Ist dieser Konzern, bei dem in der Öffentlichkeit EOS oft unbemerkt bleibt, überhaupt langfristig überlebensfähig? Im Restkonzern bestehend aus dem Handel (otto.de, Manufactum, About You etc.) und Services (Paketdienst Hermes etc.) wäre jedenfalls im letzten Geschäftsjahr ein Verlust angefallen.[3]

EOS ist als Konzerntochter der Otto Gruppe – die sich heute neudeutsch Otto Group nennt – ein gutes Beispiel für Probleme im Inkassobereich. Es gehört zu den größten Unternehmen in diesem Geschäftsfeld. Immer wieder wird von Branchenseite sinngemäß gesagt, es gibt ein paar, kleine schwarze Schafe, aber ansonsten sei doch nichts zu beanstanden. Und tatsächlich gibt es Inkassodienstleister die deutlich schlimmer als EOS sind. Probleme machen aus Kundensicht allerdings auch die Top-Player der Branche.

Warum? Wenn es um unbezahlte Rechnungen geht, gibt es in Deutschland eigentlich ein gut funktionierendes Mahnwesen. Dem Schuldner dürfen für eine Mahnung normalerweise rund drei Euro in Rechnung gestellt werden – also nur die direkten Kosten (keine indirekten Kosten wie für Personal oder IT). Die Krux ist aber: Diese Regelung gilt nur, solange der Gläubiger aktiv ist. Schaltet der jedoch ein Inkassounternehmen ein, kann die Geschäftemacherei beginnen. Dann werden für wenig Aufwand auch mal schnell gut 70 Euro verlangt.

Unternehmen wie Otto nutzen diese Möglichkeit und haben innerhalb ihres Verbundes eine Inkassotochter aufgebaut. So können Händler wie otto.de oder About You ihr Schwesterunternehmen EOS allein zu dem Zweck einschalten, um für sie Forderungen einzuziehen. Statt weniger Euro für Mahnungen dürfen dann plötzlich über 70 Euro angesetzt werden, jedenfalls auf Konzernebene betrachtet. Dieses Verhalten gegenüber den eigenen Kunden ist umstritten. Es gibt Fachleute, die halten das sogenannte Konzerninkasso sogar rechtlich für bedenklich.

Zumindest stellt sich die Frage, ob die Tätigkeiten, die EOS an einigen Stellen erbringt, noch unter dem Stichwort „ehrbarer Kaufmann“ zu fassen sind? Dieser Titel wurde dem Otto-Gründer Werner Otto beispielsweise durch den heutigen Finanzminister Olaf Scholz zugeschrieben.[4] Und auch sein Sohn und der heutige Aufsichtsratschef, Michael Otto, ist Mitglied in der „Versammlung eines ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg“.[5] Wir finden, das Agieren von EOS ist nicht gerade „ehrbar“. Denn mit sozialer Verantwortung haben die Inkassopraktiken an vielen Stellen nichts mehr zu tun.

Im Bereich der Otto-Tochter EOS (die sich in viele Einzelunternehmen unterteilt) wird überdies mit dem Weiterreichen von fremden Forderungen Geschäft gemacht: Eine EOS-Gesellschaft kauft Forderungen von anderen Unternehmen auf. Das nennt man Factoring. Auf diesem Weg geht die Schuld vom Händler auf EOS über und EOS wird neuer Gläubiger. Aber auch EOS dürfte als Gläubiger nun nur die Mahnkosten ansetzen. Die Mahnkosten spielen aber kaum Geld ein. Aus diesem Grund beauftragt man dann, obwohl die Gesellschaft sogar selbst für Inkassodienstleistungen zugelassen und damit vom Fach ist, noch ein drittes Tochterunternehmen (oft EOS DID), um die viel höheren Inkassokosten geltend zu machen.

Es geht hier also nicht um Expertise und Erfahrung mit einer bestimmten Tätigkeit, sondern ganz allein um die Maximierung des Gewinns. Sozial gerecht und nachhaltig ist das nicht.

EOS verlangt auch immer wieder andere sehr hohe Kostensätze, die aus unserer Sicht in keiner Weise gerechtfertigt sind. Setzen sich einzelne Schuldner dagegen zur Wehr, macht das Unternehmen auch teils Rückzieher. Möglicherweise ist sich EOS mit der Milliardärsfamilie Otto im Hintergrund des rechtlichen Risikos bewusst, nicht im Einklang mit dem Gesetz agiert zu haben. Doch leider merkt nicht jede Verbraucherin, dass sie zu viel zahlt.[6] Juristisch fragwürdig sind auch sehr hohe Einigungsgebühren beispielsweise bei Ratenzahlungsvereinbarungen.

Mitunter macht EOS auch schlichtweg Druck wie im Fall einer Schuldnerin aus Norddeutschland. Diese hatte eine Forderung zunächst wegen Rückversands bestritten. Zudem handelte es sich um einen Fall von Konzerninkasso, bei dem hohe Mahnkosten angesetzt wurden. Doch trotzdem hörte EOS nicht auf, das Geld massiv einzufordern.[7] In diesem Fall hielt die Schuldnerin stand, aber oftmals wird in solchen Fällen gezahlt.

Die Frage ist also mehr als angebracht, ob solche Geschäftspraktiken noch dem Prädikat ehrbarer Kaufmann zustehen? Wir finden: nein.

Finanzwende fordert von Otto deshalb

umgehend die Praktik des Konzerninkassos einzustellen,
die Geschäftszahlen und Inkassokosten von EOS transparenter darzustellen, damit sich das Unternehmen von dem Vorwurf befreien kann, dass es seinen Konzerngewinn auf anstößigen Praktiken aufbaut,
bei EOS die Kostensätze zu reduzieren und mit den Schuldnerinnen und Schuldnern durchgehend fair umzugehen.

[1] http://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/top-10-der-reichsten-deutschen-fuehrungswechsel-beim-neuen-ranking-65052748.bild.html

[2] http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/geschaeftsbericht-trotz-steigender-schulden-schuettet-otto-rekordsummen-aus/24378846.html

[3] http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/geschaeftsbericht-trotz-steigender-schulden-schuettet-otto-rekordsummen-aus/24378846.html

[4] http://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article131924936/Hmaburg-Kompakt.html

[5] http://www.mopo.de/hamburg/interview-mit-unternehmer-gunter-mengers-gibt-es-noch-ehrbare-kaufleute–26980734

Mein Tipp an alle betroffenen Otto-Kunden sämtlicher Otto-Konzerntöchter:

Wenden Sie sich umgehend schriftlich an die Verbraucherzentrale und senden Sie mir Ihre Beschwerden schriftlich an meine E-Mail Adresse, damit ich den Konzerninhaber Prof. Dr. Otto mit den berechtigten Beschwerden über Privatpost konfrontieren kann:

s.tito@online.de

https://www.verbraucherzentrale.de/inkasso-check

MfG, Silvia Tito

Zoll-Razzia bei Hermes-Sat in Krumbach: Verdacht der illegalen Schwarzarbeit

Das Versagen der Herren in der Hermes-Zentrale geht weiter…. Die Kriminalität wird weiterhin durch Missmanagement gefördert und wieder mal werden kleine ausgebeutete Fahrer darunter leiden müssen, aber Otto’s Manager werden sich wieder bei den Behörden reinwaschen.

Zoll und Polizei durchsuchten in Krumbach am vergangenen Donnerstag Räume im Gewerbegebiet am Maienberg am Ortseingang.

Nach der Zoll-Razzia kündigt Hermes an, die Behörden bei den Ermittlungen gegen ihren Subunternehmer in Krumbach unterstützen zu wollen.

Meine Nachricht an die skrupellosen „Führungskräfte“ der NL Kulmbach

Ich dokumentiere seit 1 1/2 Jahren hinter den Kulissen einen besonders schweren Fall eines betrogenen Hermes-Vertragspartners, der zum Schutz des Betroffenen politisch und medial genutzt werden soll, um die verantwortlichen Führungskräfte der NL Kulmbach zum richtigen Zeitpunkt zu packen.

Es ist sehr spannend, was wir hier hinter den Kulissen gegen die Führungskräfte vorbereiten.

Prof. Dr. Michael Otto wird spätestens dann die Konsequenzen gegen sein Management in der Hermes Zentrale, wie auch gegen die verantwortlichen Führungskräfte ziehen müssen…

Gut Ding will Weile haben..

Die Mittelschicht pennt immer noch: DSW-Petition: Stoppt den Steuerirrsinn!

Die Mittelschicht pennt immer noch, Danke Olaf Scholz. Die künftig zu erwartende Altersarmut ist der Mittelschicht sicher…

Und die bequeme Mittelschicht, die für ihre Altersvorsorge sparen müsste, pennt immer noch, aber jammert, dass sie Angst vor Altersarmut hat, statt in der Masse in Berlin zu demonstrieren.

Die Franzosen kämpfen für ihre Zukunft, aber die deutschen Konsumenten kaufen noch ein, solange sie ihren (meist) schlecht bezahlten Arbeitsplatz noch haben.

Nun kommt Olaf Scholz und wird der Mittelschicht noch einen finanziellen Todesstoß versetzen, die ohnehin schon am Abgrund steht:

https://www.dsw-info.de/steuerirrsinn/

Anstatt den eigenverantwortlichen Vermögensaufbau und die eigenmotivierte Altersvorsorge zu torpedieren und zu erschweren, sollten die Bundesregierung und Olaf Scholz vielmehr die Bundesbürger durch entlastende Maßnahmen dabei unterstützen, sich für die merkliche Verbesserung ihrer finanziellen Situation zu engagieren.

Das kriminelle Spiel der Hermes-Führungskräfte geht weiter: Wieder mal Hermes-Vertragspartner ruiniert

Ohne eidesstattliche Versicherungen ruinierter Hermes-Vertragspartner, nehme ich keine neuen Fälle mehr an.

Es haben sich aktuell wieder Hermes-Vertragspartner bei mir gemeldet, die durch kriminelle Hermes-Führungskräfte in den Ruin getrieben wurden, aber selbst nicht handeln wollen.

Dem Staat entgehen wieder mal Steuereinnahmen und Sozialbeiträge, weil Pleite-Sats ihre Steuern nicht zahlen können, weil sie das System immer noch nicht begriffen haben und Hermes ein politisches Problem ist.

Das Vernichtungskarussel beim Paketdienst Hermes wird also weitergedreht, Dank einer verfehlten Politik.

Diese erbärmlichen Nieten im mittleren Management und oben im Vorstand fühlen sich sicher, da politisch abhängige Staatsanwälte ja ohnehin nicht ermitteln dürfen.

Ruinierte und betrogene Hermes-Vertragspartner sollten sich mehr mit den Missständen in der Politik und mit unserem Rechtsstaat befassen, um eines Tages vielleicht mal zu erkennen, dass Sie sich in der Masse selbst gegen Otto’s Manager zur Wehr setzen müssten.

Darauf zu hoffen, dass sich ohne eigenes Engagement etwas ändert, ist vergeblich.

Wehrt Euch und schreibt die jeweiligen Minister Eures Bundeslandes selbst an und verlangt eine politische Auseiandersetzung mit dem Vernichtungssystem Hermes.

Kopien solcher Schreiben nehme ich gern an und lasse Briefe an die jeweiligen Minister gern privat an Versandhauchef Michael Otto privat zustellen.

Briefe ruinierter Sat-Betreiber an:

s.tito@online.de

Dokumentation „Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland?“

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/knochenjobs-und-hungerloehne-lohnsklaven-in-deutschland-102.html

Schuften im Niedriglohnsektor

In der Dokumentation „Knochenjobs und Hungerlöhne – Lohnsklaven in Deutschland?“ begleitet ZDFinfo Menschen, die jeden Monat bangen müssen, ob das Gehalt zum Leben reicht. Politik und Gesellschaft blicken jedoch mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Niedriglohnsektor: Für die einen ist er ein Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg und eine gute Einstiegsmöglichkeit für Geringqualifizierte. Andere sprechen von moderner Lohnsklaverei.

Eigentlich sollte der Mindestlohn dafür sorgen, dass sich Arbeit für Menschen lohnt, doch es gibt Schlupflöcher. Zum Beispiel in der Paketbranche. Hier gehört es laut Gewerkschaftern zum Geschäft, dass die Fahrer mehrere Stunden täglich umsonst arbeiten, aus Angst, den Job zu verlieren