Hans-Otto Schrader und Stefan Lingemann

Von: s.tito@online.de [mailto:s.tito@online.de]
Gesendet: Donnerstag, 10. Juli 2014 13:00
An: ‚Stefan.Lingemann@gleisslutz.com‘
Cc: ‚hans-otto.schrader@ottogroup.com‘
Betreff: Silvia Tito & Dr. Michael Otto intern: An CEO Schrader und Otto-Anwalt Stefan Lingemannn
Wichtigkeit: Hoch
Vertraulichkeit: Persönlich

Betr.: Anlagen für Redaktion zum Otto-Skandal, vorab zur bewussten Kenntnis für Stefan Lingemann und Hans-Otto Schrader

Sehr geehrter Herr Dr. Lingemann,
sehr geehrter Herr Schrader,

Sie erhalten einige Anlagen, die ich zunächst noch für meine internen Maßnahmen an eine Redaktion herausgehen ließ, weil ich jetzt meinen letzten Schritt bezüglich des Otto-Skandals vor einer Medienveröffentlichung gehen muss:

Ich möchte mich intern noch einmal rückversichern, ob ich mich eventuell bei Herrn Dr. Otto entschuldigen muss, weil ich Herrn Otto doch ganz schön heftig angegriffen habe.

Im Gegensatz zu zahlreichen Mitarbeitern aus dem Hause Otto, die ich nach all den Jahren als die tatsächlichen Feinde des Konzerninhabers betrachten kann, steckt in mir noch eine menschliche Größe, die Ihnen, meine Herren, leider immer noch fehlt.

Über das Thema Mitarbeiterkriminalität bin ich im Laufe der Zeit in Zweifel geraten, ob Herr Otto wirklich weiß, was seine Mitarbeiter seinem Unternehmen antun. Somit herrschte bei mir eine Unklarheit über die ich hinter den Kulissen mit Managern, Anwälten und Redakteuren gesprochen habe, weil ich NUR die Wahrheit wissen will.

Somit muss ich den Schritt gehen und auch Herrn Otto die Chance geben, DIE WAHRHEIT zu erfahren, falls ihm jahrelang Informationen unterschlagen wurden!

Sie werden Verständnis dafür haben müssen, Herr Schrader, dass ich nicht einfach tatenlos zusehe, wie Sie durch Ihre Mitarbeiter/Innen zahlreiche Familien vernichten lassen, ohne dafür selbst die Verantwortung tragen zu müssen.

Nachdem ich 2004 für damals ca. 1000 Otto-Partner mein Gespräch mit dem damaligen Betriebsratsvorsitzenden Krützfeldt hatte, aber mit dem Ergebnis, welches Herr Krützfeldt mir damals im Auftrag von Herrn Otto fernmündlich übermittelte, überhaupt nicht einverstanden war, sah ich mich auch durch Ihre Ignoranz, Herr Schrader, genötigt auf eigene Kosten die Ermittlungen gegen die Mitarbeiter des Otto-Konzerns aufzunehmen.

Nun will ich mich nach all Jahren unbedingt vergewissern, ob Herrn Otto bereits seit den 90er Jahren diverse Schreiben und Dokumente unterschlagen wurden und ich Herrn Otto’s Ignoranz insofern falsch eingeschätzt habe, weil Herr Otto vielleicht unwissend war.

Wenn sich nun bald herausstellt, dass Herrn Otto damals Briefe und damit wichtige Informationen unterschlagen wurden und Herr Otto deshalb auch mein Verhalten nicht richtig einschätzen konnte, dann muss ich mich bei Herrn Otto entschuldigen und das würde ich auch öffentlich vor laufender Kamera tun, meine Herren.

Für den Fall, dass ich tatsächlich die bereits geplante Reportage für ruinierte Otto-Partner/Innen über die Medien laufen lassen muss, erhalten Sie DESHALB vorab einige PDF-Anhänge, die Herrn Otto auch noch über eine andere Person übermittelt werden.

Somit schließe ich aus, Herr Dr. Lingemann und Herr Schrader, dass Sie später vor der Öffentlichkeit NICHT behaupten können, Sie wüssten nichts bezüglich des tatsächlichen Skandals im Agenturbereich.

Ich habe eine Person des öffentlichen Lebens gebeten, der Dr. Michael Otto einen weiteren Imageschaden ersparen möchte, Herrn Otto nach den Sommerferien privat zu kontaktieren, weil ich mich absichern möchte, ob ich Dr. Otto zu Unrecht angegriffen habe oder nicht.

Bis ca. Herbst und bewusst vor dem Weihnachtsgeschäft werde ich wissen, wie ich meinen letzten Schritt gehen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Silvia Tito

http://ottoskandal.wordpress.com

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