Der Hamburger Otto-Konzern geht gerichtlich gegen eine kleine Burgerkette vor, die ebenfalls in den Hansestadt ihren Sitz hat und den „Otto“ im Firmennamen trägt

Es ist wirklich schlimm, wie aggressiv Otto’s Manager und Rechtsabteilung gegen kleine- und mittelständische Unternehmer vorgehen.

Prof. Werner Otto würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er miterleben müsste, was Otto’s Manager inzwischen aus dem Versandhausunternehmen gemacht haben.

Was muss ich eigentlich noch tun, um seinen Sohn Prof. Dr. Otto davon zu überzeugen, dass es an allen Ecken und Kanten in seiner Otto- und Hermes-Gruppe brennt?

Kann mir mal ein hochrangiger Otto-Manager, der vielleicht noch über einen gesunden Menschenverstand verfügt, anonym einen Tipp geben, wie ich Prof. Dr. Otto das begreiflich machen kann?

Mail anonym an: s.tito@online.de

Berlin –
Der Hamburger Otto-Konzern geht gerichtlich gegen eine kleine Burgerkette vor, die ebenfalls in den Hansestadt ihren Sitz hat und den „Otto“ im Firmennamen trägt. Die mündliche Verhandlung fand in dieser Woche statt, die Urteilsverkündung hat das Landgericht Hamburg auf den 10. Juli datiert.

Gegenstand des Verfahrens ist die Klage des Versandhändlers gegen „Otto‘s Burger“ wegen einer Verletzung des Namensrechts. Begründung: Der Burger-Brater, der seine vier Filialen in Hamburg betreibt, nutze die Bekanntheit des Namens Otto, um bessere Geschäfte zu machen.

Burgerkette bestreitet Profitgier
Ebendies wird von „Otto’s Burger“ bestritten. Weder wolle man vom Versandhausnamen profitieren, noch bestehe eine Verwechslungsgefahr, versichert Gesellschafter Daniel MacGowan im Gespräch mit dieser Zeitung. Man habe die Burgerläden zu Ehren des Hamburger-Erfinders Otto Kuase benannt, der Ende des 19. Jahrhunderts als erster Fleisch zwischen zwei Brotscheiben gepackt und verkauft haben soll.

Für den Ausgang des Gerichtsstreits könnte der Umstand eine Rolle spielen, dass der Name Otto nicht eben selten ist. Er zählt zu den 100 häufigsten Nachnamen im Lande, als Vorname belegte Otto im vergangenen Jahr immerhin Platz 166.

„Otto“ ist beliebt
Insgesamt 120 Firmen in Deutschland benennen sich mit Otto, ohne dass sich der Hamburger Konzern daran stieße. So bleibt das Restaurant „König Otto“ in Berlin-Neukölln ebenso unbehelligt von der Rechtsabteilung des Versandhauses wie „Otto Maschinenbau“ bei Fritzlar, die auf Fleischhandel spezialisierten „Gebrüder Otto Gourmet“ in Heinsberg westlich von Köln ebenso wie die Spinnerei „Otto Garne“ im Schwäbischen, „Otto Blumen“ in Mannheim und selbst Otto’s Eiscafé, das ebenfalls in Hamburg ansässig ist. Warum also die Härte gegen Otto’s Burger?

„Wir gehen grundsätzlich bei allen Unternehmen, die sich Otto nennen, gleich vor und prüfen, inwiefern unsere Namenrechte verletzt werden“, sagt Frank Surholt, Sprecher des Versandhauses. Die Otto Group sei sehr häufig mit solchen Prüfungen befasst, zumal immer wieder Otto-Firmen mit dem Ziel gegründet würden, im Internet einen Versandhandel nach Vorbild des Originals aufzuziehen. Mit Namensrechtsverstößen habe die Otto Group beinahe wöchentlich zu tun, so Surholt. Auch im Fall von Otto’s Burger habe man besagte Rechte verletzt gesehen, einen Prozess aber dennoch vermeiden wollen. „Wir haben uns mehr als anderthalb Jahre um eine außergerichtliche Einigung bemüht, aber ein konstruktives Gespräch mit der Gegenseite war nicht möglich“, versichert der Unternehmenssprecher. Selbst das Angebot, den Namen „Otto’s Burger“ unter bestimmten Voraussetzungen weiter führen zu können, sei abgelehnt worden.

Inhaber kritisiert Auftreten des Handelskonzerns
Erwartungsgemäß stellt sich der Sachverhalt aus Sicht MacGowans anders dar: Der Handelskonzern sei von Beginn an sehr aggressiv aufgetreten und habe es auf Einschüchterung angelegt. „Die Klageschrift umfasst 70 Seiten“, stöhnt der 37-Jährige, der die kleine Burgerkette gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern vor vier Jahren gründete.

https://www.mz-web.de/wirtschaft/namensvetter-otto-konzern-streitet-sich-mit-burgerkette-wegen-verwechslungsgefahr-30576534

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