Otto-Kunden beschweren sich bei mir zur „Ratenschutzversicherung“ und fühlen sich betrogen

Ich sammele weiterhin Beschwerden von Otto-Kunden, die ich dann in der Masse durch einen Journalisten an die Verbraucherzentrale übermitteln lassen werde!

Beschwerden von Otto-Kunden bitte an:

s.tito@online.de

Hier nun einige Beschwerden von Otto-Kunden, die mich per Mail anschrieben. Die Namen der Kunden werden nicht veröffentlicht:

Sehr geehrte Frau Tito,

ich bin im Internet zufällig auf Ihre Seite gestoßen. Leider weiß ich nicht, ob mein Fall dazu passt bzw. Sie mir helfen können.

Ich habe keinen Otto-Shop sondern bin Privat Besteller, habe aber in den letzten Jahren viel bei Otto bestellt.

Ich bin regelmäßig meinen Ratenzahlungsverpflichtungen nachgekommen, habe sogar oft höhere Raten gezahlt um die Ratendauer abzukürzen, dennoch flattern mir seit knapp einem halben Jahr immer höher werdende Mahnungen ins Haus. Meine Rückweisungen und Erläuterungen bleiben bei Otto unbeantwortet. Kein Anruf keine Kontenklärung, immer neue Mahnungen mit Inkassodrohungen.

Laut meinem Online Kundenkonto schwanken meine Salden, also angemahnten Beträge zwischen 130 € und 640 € obwohl ich seit Dezember 2015 nichts mehr bestellt habe und höhere Raten zahle als vereinbart. Der komplette Kontostand ist mit über 1000 € zu hoch als die Rechnungen.

Gerne lasse ich Ihnen den gesamten Schriftverkehr (der von Otto komplett unbeachtet bleibt) zukommen.

Laut Rechnungsaufstellung habe ich seit 2012 Waren im Wert von 3109 € gekauft und Zahlungen in Höhe von 3167 € geleistet. Dennoch steht im Online Kundenkonto noch ein Soll in Höhe von 1600 €. Auf sämtliche Schreiben reagiert Otto nicht, sondern droht mit Inkasso.
Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
 

„Nachfolgend Brief an die Geschäftsführung vom 25.05.2016“ von der o.a. Otto-Kundin an Alexander Birken als Nachfolger von HOS:

Sehr geehrter Herr Birken,

ich muss mich nun persönlich an Sie wenden, da verschiedene Klärungsversuche über Ihre Kundenbetreuung nichts ergeben und ich mich bei weiterer Schikane leider gezwungen sehe, die Presse sowie meinen Anwalt einzuschalten.

In der Anlage übersende ich Ihnen den bisher (ziemlich einseitigen) Schriftverkehr mit Ihrer Kundenbetreuung und schildere Ihnen im Folgenden kurz den Sachverhalt:

Ich bin schon seit Jahren Kunde des Otto-Versandes, habe auch einiges bestellt und bin immer regelmäßig und pünktlich den vereinbarten Zahlungsterminen nachgekommen.

Am 31.08.2015 erreichte mich nun zum ersten Mal eine Mahnung über mehr als 600 €, und das obwohl ich regelmäßig und pünktlich sogar mehr als vereinbart gezahlt habe. Dieser Mahnung habe ich am 02.09.2015 widersprochen, woraufhin mich eine Kundenbetreuerin, Frau Cordes, anrief, aber telefonisch das Kundenkonto wohl auch nicht „aufdröseln“ konnte. Ich bat demnach um einen Kontenklärungsbericht mit allen Buchungen und Rechnungen, der dann am 16.11.2015 bei mir ankam.

Bei dieser Überprüfung wurde zum einen festgestellt, dass verschiedene Rücksendungen nicht gebucht wurden, der dort angegeben Kontostand weit von dem Kontostand im Online-Kundenkonto (fast 1000 € Differenz) abweicht, sowie über 150 € Mahngebühren in das Konto eingebucht wurden, obwohl ich ja erst am 31.08.2015 die allererste Mahnung erhielt.

Dies schrieb ich sodann auch der Kundenbetreuung am 02.12.2015. Die Antwort der Otto-Kundenbetreuung am 18.12.2105 bestand im Großen und Ganzen darin, das alle Schuld zurückgewiesen wurde, sowie der Zusage, dass die fehlenden Rücksendungen gebucht würden, sowie ein Teil der Mahngebühren gutgeschrieben würden.

Es passierte allerdings nichts, weder die Mahngebühren noch die Rücksendungen wurden gutgeschrieben. Vielmehr schnellte mein Online-Kundenkonto im Zeitraum von Dezember 2015 bis Februar 2016 ohne weitere Bestellung von 136 € Minus auf über 640 € Minus, obwohl ich jeden Monat mehr als die vereinbarten Raten gezahlt habe und weiterhin zahle. Außerdem ist im Online-Kundenkonto ersichtlich, dass in den letzten Jahren lediglich eine einzige Rücksendung gebucht wurde, alle anderen Rücksendungen sind  NICHT gebucht, obwohl auf Ihrer Rechnungsaufstellung angezeigt.

Ich habe meinerseits zur Kontenklärung Otto am 18.12.2015, 14.01.2016, 03.03.2016 sowie 05.05.2016 angeschrieben ohne jegliche Reaktion durch Otto. Vielmehr erreichen mich weiterhin kommentarlos jeden Monat weitere Mahnungen mit immer höheren Beträgen und Inkasso-Drohungen, obwohl ich nichts mehr bestellt habe.

Am gestrigen Tage erhielt ich nun endlich (dachte ich zumindest) einen Anruf der Kundenbetreuung. Ich wurde jedoch lediglich wieder dazu aufgefordert, doch endlich zu zahlen, offensichtlich würden meine Zahlungen ja nicht ausreichen. Nach Verweis auf meine diversen Schreiben und meiner Aufforderung einer schriftlichen Stellungnahme wurde einfach mit Inkasso gedroht und mir aufgetragen wiederum eine andere (kostenpflichtige) Telefonnummer anzurufen um zur Klärung beizutragen. Dies sei meine „Bringschuld“. Das meine Bringschuld schon lange erbracht ist (siehe diverse Klärungsversuche) wurde mit einfachem Auflegen quittiert.

Nun, ich denke nicht, dass es in Ihrem Sinne ist, das so mit langjährigen Kunden umgegangen wird. Und ich betone hier nochmals in aller Deutlichkeit, dass die Fehler in Ihrer Buchhaltung liegen.

Ich bestreite hier letztmalig sämtliche Forderungen, Mahngebühren, sowie Ihre Buchhaltung im Allgemeinen und verweise in aller Deutlichkeit darauf, dass eine Weitergabe an Inkasso von bestrittenen Forderungen unzulässig ist und den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Ich fordere Sie hiermit auf, das Kundenkonto umgehend auszubuchen und richtig zu stellen. Sollte dies nach wie vor nicht geschehen, und ich weitere unhaltbare Inkasso-Drohungen erhalten, sehe ich mich gezwungen, die Angelegenheit meinem Anwalt und der Presse weiterzugeben!

Und noch eine Otto-Kundin:

Schönen guten Tag,

wir sind ebenfalls Opfer der Ottobetrugsmasche.

Ich und mein Mann bestellten im Februar letzten Jahres etwas auf Raten.
Alles lief reibungslos und wir bezahlten unsere Raten immer pünktlich.
Vor ein paar Monaten sahen wir, dass wir trotz unser regelmäßigen
Zahlungen 60 € im Rückstand wären. Daraufhin haben wir sofort bei Otto
angerufen. Der Mitarbeiter erklärte uns das alles in Ordnung wäre und
wir weiter wie gewohnt unsere Rate bezahlen sollen. Das taten wir dann
auch und von den 60 € hörten wir nichts mehr.

Vergangen Freitag stellten wir entsetzt fest, dass plötzlich ein Betrag
über ca 90 € offen war, den wir uns wieder nicht erklären konnten.
Daraufhin riefen wir wieder bei Otto an und baten um Erklärung. Dieser
scheinbar etwas kompetenterer Mitarbeiter erklärte uns, dass das genau
der Betrag wäre der unsere Otto-Ratenschutz-Versicherung kosten würde.
Man hatte uns also scheinbar unbemerkt eine Versicherung untergejubelt,
zu der wir nie Papiere erhalten haben. Wir fragten wie so etwas sein kann.

Der Mitarbeiter erklärte dass es vor 2016 so war, dass das Häckchen bei
der Ottoratenschutzversicherung schon gesetzt war, und wenn man diese
nicht haben wollte, musste man das Häckchen entfernen. Er bot uns an uns
die letzten 3 Monate zu erstatten, mehr wäre nicht möglich. Dies lehnten
wir natürlich ab, da das nur lächerliche 10 € waren. Er teilte uns mit,
dass er auf unseren Wunsch die Versicherung nun kündigt und uns per Mail
eine Kontoübersicht schicken würde. In der Kontoübersicht war eine
extra Spalte die sich Sonderbelastung nennt. Tatsächlich wurde uns seit
Februar 2015 monatlich ein geringer Betrag für die Versicherung in
Rechnung gestellt.

Wir recherchierten ein bisschen im Internet und fanden herraus dass am
20.01.2016 eine neue EU-Richtlinie über Versicherungsvertrieb in Kraft
trat. Diese besagt dass sogenannte Koppelungsgeschäfte verboten sind.
Wir riefen Samstag erneut bei Otto an um zu erreichen dass wir nicht
bezahlen müssen und erklärten den Sachverhalt. Die unfreundliche Dame
teilte uns mit, dass wir ja wohl Papiere bekommen hätte müssen, welches
wir verneinten. Sie sagte doch hätten wir und dann hätten wir die
Versicherung kündigen müssen. Wir sollen bitte am Montag nochmal
anrufen, weil die Kollegen aus der Otto Ratenschutzabteilung am
Wochenende nicht da wären.

Heute telefonierte ich dann mit einer Dame aus der Otto
Ratenschutzabteilung. Ich erklärte ihr aufs Neue alles. Die Dame sagte
sie setzt ein Schreiben an die Versicherung auf, in dem steht, dass wir
von der Versicherung nichts wussten und nicht bezahlen werden. Wir
fragten nach wie den die Versicherung genau heißt, weil es sich so
anhörte als ob es sich um eine Fremdfirma handelt. Sie sagte nein das
wäre keiner Fremdfirma sondern die Otto Ratenschutzversicherung.
Wir hackten nach, dass wir ja bei Otto grade wäre und ob sie uns denn nicht
einfach mit den Kollegen verbinden könne. Sie sagte darafhin sie wäre
auch nur der Mittelsmann zwischen uns und der Versicherung und habe
selber keine Telefonnummer von denen. Mailadresse oder sonstiges könne
sie auch nicht rausgeben, man würde sich bei uns melden.

Da stellt sich uns die Frage, warum kann man diese Versicherung wohl
nicht direkt erreichen? Klar, sonst würden die Telefone dort ja nicht
stillstehen!

Alles nur eine unmögliche dreiste Maschen von Otto. Wir werden uns mit der Geschichte nun erstmal an einen Anwalt wenden. Dass Letzte was wir tun werden, ist diesen unmöglichen Leuten das Geld in den Rachen zu werfen.

Guten Tag Frau Tito,
 
gleich zu meinem Fall, im Oktober 2010 bestellte meine Ehemann eine Waschmaschine beim Versandhaus Otto, in seinem Namen.

Da wir beide Berufskraftfahrer waren, nahm mein Sohn der zu der Zeit noch Zuhause wohnte diese entgegen.

Im Januar 2011 trennte ich mich von meinem Mann, ich und mein Sohn zogen aus der gemeinsamen Wohnung aus, die Waschmaschine blieb Vorort. Ca. 9 Monate später erhielt mein Sohn eine Rechnung des Inkassounternehmen EOS mit der Aufforderung die Rechnung zu begleichen. Ich antworte dem Unternehmen das die Ware meine, vor mir getrennt lebender Ehemann in seinen eigenen Namen bestellt hat, nicht mein Sohn er hat lediglich die Waschmaschine entgegen genommen.

Einige Monate vergingen, keine Antwort von EOS, dann eine weitere Aufforderung zur Zahlung.

Darauf forderte ich eine original Rechnung von EOS, diese kam auch und plötzlich mit dem Namen von meinen Sohn, aber das Datum der Rechnung war nicht Oktober 2010, sondern später, mit einem weiteren Posten, einer Kaffeemaschine !!!

Ich versuchte wieder den Sachverhalt mit EOS zu klären, jedoch erfolglos. es folgten weitere Zahlungsaufforderungen an meine Sohn im 6- 9 Monats Abstand.

Nun kam letzte Woche auch eine Klageschrift des Amtgericht X meinen Sohn. Mein Sohn ist Student und ich fühle mich gewissermaßen für diesen Sachverhalt verantwortlich, ich plane nun mich an die Verbraucherzentrale zuwenden, als auch an einen Fachkunden Anwalt.
 
Nicht zuletzt finde ich es Klasse das sich jemand diesen Missstand annimmt und angeht. Vielen Dank
 
Für weitere Fragen und Idee zu meiner weiteren Vorgehensweise steh ich natürlich gern zur Verfügung.
 

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