Sat-Betreiberin muss 750.000 € an Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen

Am 23. Dezember 2014 erreichte mich der Anruf von der Tochter einer Hermes-Vertragspartnerin, die mir schilderte, dass ihre Mutter vor 1 1/2 Jahren in ihrem Sat-Betrieb eine Hausdurchsuchung durch den Zoll hatte.

Hier nun ein vorläufiges Ergebnis:

Ihre Mutter erhielt Post von der Rentenversicherungsanstalt und darf nun 750.000 € an Sozialabgaben nachzahlen. Die Rentenversicherung hat ihre Fahrer als Scheinselbständige eingestuft und diese Dame wird nicht die letzte Sat-Betreiber/In sein, die künftig hohe Summen bezahlen muss.

Die Sat-Betreibern wird jetzt von mir aufgefordert, sich umgehend bei mir zu melden, da ich bezüglich eines anstehenden Strafverfahrens der Region Süd sämtliche mir bekannt gewordene Sat-Betreiber bei Gericht als Zeugen vorschlagen werde, um den Richter auf die hintergründigen Machenschaften bei den Hermes-Niederlassungen aufzuklären.

Ich würde dieser betroffenen Sat-Betreiberin jetzt den dringenden Rat geben, ihren Hintern zu bewegen, wenn sie nicht für den Rest ihres Lebens die wirtschaftliche Zukunft ihrer Familie auf’s Spiel setzen will….

Es hat sich in all den Jahren meiner internen Ermittlungen herausgestellt, dass Rechtsanwälte mit den Fällen zum Hermes-Skandal, wenn es um angeklagte Sat-Betreiber geht, völlig überfordert sind, weil ihnen das Hintergrundwissen fehlt.

Auch Richter, die immer wieder in solchen Strafverfahren Urteile gegen die Sat-Betreiber fällen MÜSSEN, weil die Gesetzeslage ihnen keine andere Wahl lässt, werden nun hinter den Kulissen von mir immer mehr über meine Arbeit informiert.

Die Vorstandskaste von Herrn Otto wälzt das wirtschaftliche und juristische Risiko gezielt auf die Vertragspartner ab.

Wer sich das als künftig anzuklagenden Vertragspartner jetzt immer noch gefallen lässt, muss eines Tages damit rechnen, dass informierte Richter bei Kenntnis der Duldung dieser Geschäftspraktiken durch die wissenden Vertragspartner, auch mal eine Strafe verhängen könnten, die NICHT auf Bewährung hinausläuft.

Wer sich als Sat-Betreiber, besonders aktuell aus der Region Süd, nun nicht mehr der Gefahr aussetzen möchte, als Angeklagter vor Gericht zu enden, sollte langsam aber sicher daran arbeiten, seinen Hintern rechtzeitig zu retten, bevor der Zoll ins Haus kommt.

Unsere Zöllner der FKS, sowie auch Staatsanwälte und Richter machen ihre Arbeit und tun ihre Pflicht. Es ist inzwischen nach all den Presse- und Medienveröffentlichungen zum Hermes-Skandal kein Geheimnis mehr, dass die Vorstandskaste sich bewusst der Verantwortung entzieht und die Vertragspartner in die juristische Falle laufen lässt.

Wer also später als Hermes-Vertragspartner angeklagt werden möchte, muss nur untätig bleiben….

Das waren wieder deutliche Worte, denn wer seine wirtschaftliche Zukunft für die Vorstandskaste der HLG wissentlich riskiert, darf sich nicht wundern, wenn er die Zeche zu zahlen hat…

Ich muss noch mal die Worte eines sehr engagierten Zöllners der FKS aus dem Jahr 2011 hier wiederholen, damit einige Sat-Betreiber den Sinn meiner Arbeit erfassen können.

2011 wurde eine Sat-Betreiberin angeklagt, die naiv ihrem unerfahrenen Rechtsanwalt folgte, statt meine wertvollen Kenntnisse für ihre Anklage zu nutzen. Die Dame hatte dann die Konsequenzen ihres falschen Handelns zu tragen und wurde verurteilt und darf nun eine hohe, sechsstellige Summe an Sozilaverscherungsbeiträgen nachzahlen.

Der Zöllner hat ihr damals vor Einleitung eines Strafverfahrens eine sehr faire Chance eingeräumt, die diese Dame NICHT ergriff.

Seine Worte waren:

„Frau Tito, dann muss diese Dame eben wegen Dummheit in den Knast!“

War das jetzt deutlich genug für alle Hermes-Vertragspartner, die heute noch scheinselbstände Fahrer als angebliche Subunternehmer beschäftigen, weil sie den Mindestlohn nicht zahlen können, da Hermes alle Risiken auf Sat-Betreiber abwälzt oder muss ich noch einen nachlegen???????

Silvia Tito, 26. Februar 2015

Advertisements